EckeNord auf Reisen

Reiseberichte

Am 8.4.16 auswärts in der Sardinenbüchse (0:4)

Nach mehrmonatigen guten Vorsätzen gibt es nun den ersten Reisebericht von einer Auswärtsfahrt der EckeNord.
Wo fängt man an? Am besten mit den Teilnehmern. Der liebe Schnurri, unser Fahrer, Klaus und meine Wenigkeit machen sich auf nach Padderborn. Schnurri holt Klaus in Erkner ab und dann geht es auf den Berliner Ring Richtung A2, wo ich an der Abfahrt Lehnin dazu steige.

Tja Paderborn was fällt einem da ein?

Als erstes das verpfiffene Spiel am 3.2.2012 bei minus 18 Grad in Paderborn, welches 3:2 verloren ging. Ein viel genialeres Spiel gab es aber im Oktober 2008 im „ach so geliebten Jahn-Sport-Park“. Nach 0:1 Rückstand gab es in der 61. Minute die Gelb-Rote Karte für Bemben. Eigentlich schien alles gelaufen, als Paderborn auf 0:2 erhöhte. Ab der 75. Minute zündete dann Union allerdings den Turbo in Unterzahl und siegte am Ende nach Toren von Benyamina, Patsche und abermals Benyamina 3:2. Geil!! Das war Fussball von dem man sonst nur träumt. Eines meiner Highlights im Fussballleben.

Fast ein Jahr später das Spektakel ADAF in dem Union mit 5:4 die Oberhand behielt. Sonst liegen die Paddelbirnen im direkten Vergleich vorn. Lassen wir uns überraschen.

Die Fahrt verlief eher unspektakulär. Bis auf einen kleinen Stau bei Hannover kamen wir gut durch. Ankunft in Paderborn war gegen 16:15 Uhr auf dem Stadionparkplatz. Schnell ein Ankerbier getrunken und dann auf der gegenüberlegenden Seite ein großes Bierzelt aufgesucht. Es war ziemlich windig und das ist bei der großen Freifläche, auf der sich die „Benteler Arena“ befindet, kein Wunder.
Eigentlich wollten wir uns am Bierzelt etwas zu Essen kaufen, aber der Imbiss hatte noch nichts fertig. Also Wartezeit mit einem Bier verbracht und dann gab es endlich für jeden von uns einen Manateller: Pommes rot/weiß mit einer Currywurst. Beim Essen haben wir en wenig mit den Sachsenadlern geplaudert und uns dann auf dem Weg zum Stadion gemacht.

Der Einlass recht leer und der Ordner hatte die Hände in der Tasche, als er mir sagte: „Jacke aufmachen“. Ich fragte ihn, was für eine Arbeitseinstellung das wäre. Darauf kam nur: „Ich arbeite nicht“. Daraufhin ich: „Das sieht man“. Ansonsten alles entspannt, aber als ich den Innenraum betrat, nahm es mir trotzdessen, dass ich schon mal hier war, fast den Atem. Man das Stadion ist doch noch hässlicher, als ich es in Erinnerung hatte.

Einer der Ordner aus dem Innenraum zeigte uns, wie man eine Aluschiene leicht anwinkeln kann und die Ösen unseres Banners dort einklemmen konnte. Diesmal also ohne Zeitstress vor dem Spiel. Das Stadion füllte sich nur spärlich und war mit ca. 10.000 Zuschauern auch später nur zu zwei Drittel gefüllt, wobei davon ca. 500-700 Unioner waren. Die „Einlaufzeremonie“ wirkte lächerlich und ich habe mich gefragt, wie es auf die Erstligisten gewirkt haben mag. Schnurri sagte zu mir: „Und hier hat mal der FC Bayern gespielt“. Kaum vorstellbar, denn alles hatte irgendwas von dritter Liga. Das Stadionbier schmeckte grauselig und ist nicht zu empfehlen.

Tja zum Spiel: Selten habe ich eine so desolate Mannschaft wie den SC Paderborn gesehen. Fast jeder Pass landete im Aus oder bei Union. Ja, und wann haben wir schon einmal zur Halbzeit mit4:0 geführt? Also Paderborn ist immer für was Besonderes gut. Die Paderborner stellten nach dem 3:0 den Support ein und einige verließen sogar die Ränge. Wenn wir nicht sangen, war es totenstill im Stadion. Beste Aktion unser Lied: „Ein Tor, ja das kann doch nicht so schwer sein…“. Ich glaube, dass die Ironie von den Paderbornern nicht verstanden wurde.

Zweite Halbzeit war ansonsten nicht erwähnenswert, aber irgendwie hatte ich das Gefühl, dass der SCP in hundert Jahren kein Tor geschossen hätte. Am Ende noch die Mannschaft abgefeiert und Klaus hat das Banner geholt. Auf dem Rückweg mussten wir den üblichen Schikaneumweg zum Parkplatz laufen und dann ging es fröhlich auf den Heimweg. Der verlief ebenfalls ohne Zwischenfälle und so landeten wir um 0:45 UHr wieder zu Hause.

Niels